Bettler´s Oper – Armut ist nur falsch verteilter Reichtum

Im Mittelpunkt dieser Oper der Bettler steht die kritische Auseinandersetzung mit Reichtum und Armut. Bei der Inszenierung ließ sich Frieder Claus, der Armutsexperte der württembergischen Diakonie, von der „Beggars Opera“ John Gays und von Berthold Brechts „Dreigroschenoper“ inspirieren, die mit der Musik des Volkes in einer „Anti-Oper“ auf die sozialen Missstände der Zeit aufmerksam machten. „Armut ist nichts anderes als falsch verteilter Reichtum, was gerade jetzt in der Finanzkrise offensichtlich wird. Darüber muss geredet werden“, beschreibt Frieder Claus das Anliegen. In der Oper werden unsere ethischen Wurzeln, Lebensgeschichten und Statistiken mit Rocksongs, Reggae und Kinderliedern kombiniert.

Das sperrige Thema ‚Armut – Reichtum‘ wurde in ein 90-minütiges Theater-Rock-Opus von hoher Qualität und Spannung gebracht. Die bisherigen Aufführungen mit ca. 2.000 Zuschauern und großer Resonanz zwischen Faszination, Begeisterung und Betroffenheit haben dies bestätigt und deshalb geht die Tour weiter. Groovige Musik verleiht trockenen Zahlen einen Unterhaltungswert, Szenen beschreiben spannend, wie sich die wirtschaftlichen und sozialpolitischen Zusammenhänge im menschlichen Zusammenleben und in Geschichten auswirken. Die Besucher begreifen, dass all dies direkt mit ihrem Leben zu tun hat. Bei den „Songs und Szenen aus dem armen reichen Land“ singen und spielen versierte Künstlerinnen und Künstler mit Herzblut, auch aus dem halb- und vollprofessionellen Bereich.

Bettlers Oper, das sind:

  • Frieder Claus – Keyboard, Gesang, Szenen, Drehbuch, Komposition
  • Markus Bauder – Oboe, Gesang, Szenen, Texte
  • Ralf Brenner – Szenen
  • Joachim Fuchs-Charrier – Schlagzeug, Texte
  • Jörg Heinkel – Gitarre, Gesang, Komposition
  • Nausika McAnally – Gesang
  • Michaela Zimmermann – Szenen, Theaterregie
  • Walter Krohe, Jana Vitzthum – Technik