Draußen ist es kalt – kalt und nackt. All die Verletzungen: Leistungsgesellschaft… ein vergoldeter Schrottplatz. Drinnen? Daheim sind die, die zusammenbrechen, und die sich dann wiederfinden – vor einem prasselnden Kamin.

„Tired Happy Homecoming“ heißt das, was passiert ist, als wir uns zum zweiten mal im Studio vergraben haben. Dazu gehören sphärische Emosongs à la Coldplay und Appleseed Cast genauso wie melodischer Punkrock, der schon eher an Jimmy eat world und sogar Blink 182 erinnert. Was dabei besonders ins Ohr sticht sind die analogen Tüfteleien. Gitarrist Ruben baut seine Effekte mittlerweile selbst.

Unsere Songs sind „unrasiert“. Wir versuchen ehrlich zu sein, mit Liedern wie „golden wasteland“ das Leben hier zu beschreiben: Ein vergoldeter Schrottplatz – immer oberflächlicher, immer amerikanischer. Die ruhigen Songs stehen für den Punkt, an dem Du nicht mehr kannst, dich hinsetzt und anfängst nachzudenken. Tired Happy Homecoming eben: wer nicht mehr kann kommt an – irgendwo. Die Schönheit, der Schmerz und Gott als Realität kommen direkt aus unserem Leben.